Alternative Standorte

Unsere Vorschläge zu alternativen Stationen und Streckenverläufen berücksichtigen den Abstand zur Wohnbebauung bei der Baugrube. Die Trassenführung sollte nicht unter der Kirche Sankt Gabriel hindurch führen und weitestgehend unter öffentlichen Straßen verlaufen. Zwischen der Station Rübenkamp und (hier angenommen) Station Gründgensstraße würde sich durch die Alternative Streckenführung eine Verlängerung um 200-400m (Rümkerstraße, je nach Streckenführung) bzw. 400-600m (Langenfort) gegenüber der Hochbahn-Planung Hartzloh ergeben. Somit würde sich die Gesamtstrecke um etwa 3% bis 8% gegenüber der Planung über den Hartzloh verlängern. Update 07.01.2017: Nach nun auf www.hamburg.de veröffentlichter Kostenschätzung von mindestens 600 Millionen Euro für die gesamte U5-Ost würde eine Verlängerung somit Mehrkosten zwischen 10 und 28 Millionen Euro bedeuten. Bei unserem Vorschlag Neue Wöhr würden durch den Entfall der Station Rübenkamp trotz etwas längerer Strecke wahrscheinlich sogar Baukosten gespart und die Reisezeit verkürzt werden!

Die von der Hochbahn geplante Strecke ist in den Karten als schwarze Linie dargestellt


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Station Rümkerstraße, anwohnerschonende Streckenführung | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL)

Station Rümkerstraße, kurze Streckenführung | Diese Streckenführung zeigte die Hochbahn bei der Präsentation am 14.12.2016 – eigentlich sollte diese Version nur darstellen, wie inhumane Planung aussieht | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL)

Die Station Rümkerstraße erreicht die mit Abstand höchste Neuerschließung (siehe auch Karten Neuerschließung). Hier wären beim Bau mehrere Kastanien (von der Miniermotte befallen, könnten nach Abschluss der Bauarbeiten durch resistentere Neupflanzungen ersetzt werden) und leider ein bis zwei schöne Eichen betroffen. Für die Anwohner, die bislang auf die Buslinien 177 und 277 angewiesen sind, wäre ein U-Bahn-Anschluss an dieser Stelle eine Bereicherung! Diese Einschätzung, basierend auf ersten Rückmeldungen, müsste selbstverständlich in einem Bürgerdialog verifiziert werden.

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Foto: Rümkerstraße


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Station Langenfort mit längerer Streckenführung, dafür direkt an der Fuhle | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL)

Erschließungslücke: Vergleich Hartzloh Ost – Langenfort – Rümkerstraße | Kürzere Streckenführung | Die grünen Kreise zeigen durch U+S-Bahn erschlossene Gebiete | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL)

Die Station Langenfort bietet extrem viel Freiraum in der Bauphase. Die Neuerschließung ist durch die Nähe zur S-Bahn Alte Wöhr und U-Bahn Habichtstraße geringer als bei der Variante Rümkerstraße und vergleichbar mit der Hochbahn-Planung im Hartzloh. Dafür bietet dieser Standort einen zentralen Zugang zur Fuhle und zu den benachbarten Schulen. Eine gute Netzwirkung ist ebenfalls gegeben.

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Foto: Langenfort


Station Hartzloh West (mit Alternative Rübenkamp West) | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL) | Quelle Ausschnitt Pergolenviertel: http://www.hamburg.de/contentblob/4336282/1bbc8e882d24713f4bda9a08d7a8c206/data/winterhude-42-barmbek-nord-42-alsterdorf-42-planz-begr.pdf

Die Station Hartzloh West bietet sich als Alternative zur Hochbahnplanung Hartzloh Ost an. Vorteil ist der wesentlich größere Abstand zur Wohnbebauung bei nur minimal anderem Streckenverlauf gegenüber der Hochbahnplanung. Das Unterfahren der Kirche würde vermieden und die Belastung der Kita Hartzloh in der Bauphase minimiert. Leider würden auch hier viele alte Bäume verlorengehen – die allerdings auch bei der bisherigen Planung gefährdet sind, da das bisherige Spielplatzgelände und die Wochenmarktfläche als Baustelleneinrichtungsfläche benötigt werden. Dieser Standort ist – nach der Hochbahn-Planung Hartzloh Ost – die schlechteste Wahl für das Viertel, die Anwohner und die Bäume. Immerhin könnte der Wochenmarkt während der Jahre der Bauphase auf der Ostseite des Hartzloh weitergeführt werden.


Station Neue Wöhr – Übergang zur S-Bahn Alte Wöhr – Entfall der Station Rübenkamp | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL)

Wenn es auf minimale Kosten, kürzeste Reisezeit, gute Netzwirkung und Anschluss von Barmbek-Nord mit Zugang zur Fuhle ankommt bietet sich die Lösung mit nur einer (!) Station Neue Wöhr zwischen Sengelmannstraße und Steilshoop an. Die Umsteigezeiten mit kurzem Fußweg von der U-Bahn zur S-Bahn Alte Wöhr dürften etwa gleichauf mit denen bei der aktuellen Rübenkamp-Planung liegen – nur geradliniger. Für den Bau der Station ist enorm viel Raum vorhanden, der westliche Ausgang führt zur S-Bahn, zur Schule Fraenkelstraße und zum Stadtpark. Der östliche Ausgang führt zur Fuhle und zu den anderen Schulen östlich der Fuhle.