Die Suche der Hochbahn nach der optimalen Lösung: Teil 2

„Wir kriegen die Kurve nicht!“

Diesen Satz hörten wir zum ersten Mal am 19.09.2016 bei der Vorstellung der von der Hochbahn untersuchten Alternative Hartzloh West (Wochenmarkt). Die Kurve Richtung Rübenkamp war gemeint. Nun scheint es doch zu gehen, die Variante ist seit dem 14.12.2016 wieder im Rennen um den optimalen Standort einer U5 Station in Barmbek-Nord.

Doch auch bei der Hochbahn-Veranstaltung am 14.12. hieß es wieder: „Wir kriegen die Kurve nicht!“ Diesmal ging es um den Traum-Vorschlag* von uns, die Station dort zu errichten, wo sie laut Hochbahn dringend benötigt wird: entlang der Fuhle vor der Hochtief-Zentrale.

Im an die Präsentation anschließenden „Workshop“ hatte ich die Gelegenheit, die Planer vor Ort nach dem Ergebnis der Prüfung meines Alternativ-Vorschlags Rübenkamp West (Pergolenviertel) zu fragen – seit dem 20.09.2016 warte ich auf ein Feedback dazu von der Hochbahn. Die Antwort war – Sie ahnen es bereits: „Wir kriegen die Kurve nicht!“ Auf meinen Einwand, dass ich exakt die Kurvenradien der Hochbahn-Planung übernommen hatte und der Entwurf noch „Luft“ hätte, bekam ich zur Antwort, dass es sooo knapp wäre, dass es auf normalen Karten – wie ich sie hätte – gar nicht darstellbar sei.

Auf meine Bitte vom 20.12.2016 – mir doch bitte einmal auf einer hochauflösenden Hochbahnkarte zu zeigen, wo es klemmt, schließlich wurde ja geprüft und ein Ergebnis muss doch vorliegen – bekam ich bis heute keine Antwort.

Aus diesem Grund habe ich mir heute einmal die Kurvenlage der „unmöglichen“ Variante Fuhlsbüttler Straße angeschaut. Einmal mit der Rübenkamp-Station wie von der Hochbahn geplant, einmal mit meinem Vorschlag einer Station im geplanten Pergolenviertel. Die Ergebnisse sehen Sie hier, die Hochbahn erhält sie per E-Mail zur Prüfung. Nicht, dass Langeweile aufkommt.


* Anmerkung: [ironie] und [/ironie] sind leider keine offiziellen HTML-Tags, ansonsten würde ich sie gerne verwenden. Im Umgang mit der Hochbahn ist Ironie für mich oft Mittel der Wahl, um hahnebüchene Aussagen zu kommentieren. Lieber wäre mir ein Dialog in gegenseitigem Respekt. Wenn aber bei einer öffentlichen Veranstaltung ein Nicht-Argument herhalten muss, um die offensichtlich nicht ideale Lage eines nicht wirklich ernst gemeinten Vorschlags zu erklären, dann widerlege ich als erstes dieses Nicht-Argument. In der Hoffnung, dass die Hochbahn dadurch gezwungen wird, endlich – bezogen auf alle „geprüften“ Standorte – sachliche und nachvollziehbare Argumente zu liefern. Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein. Doch statt Argumenten kommen nur leere Worthülsen von der Hochbahn:

 

Pressesprecher Christoph Kreienbaum: „Wir haben sehr transparent und mit offengelegten Kriterien erläutert, weshalb sieben Varianten nicht weiter geprüft werden.“ 

 

Herr Kreienbaum hat offensichtlich die Präsentation der Hochbahn weder gelesen noch verstanden, warum die vorgebrachten Kriterien weder transparent noch nachvollziehbar sind. Es ist nicht die erste Falschdarstellung gegenüber der Presse. Erschreckend finde ich, wie wenig Intelligenz die Hochbahn den Menschen zugesteht. Mit welchen plumpen Mitteln die Menschen getäuscht werden sollen. Falls nicht einfach geschwiegen wird. Es erfordert schon eine gewisse Hybris, sich dann noch hinzustellen und von uns Respekt einzufordern…

 

Station Fuhlsbüttler Straße, mit Hochbahn-Planung Rübenkamp Ost | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL) | Quelle Ausschnitt Pergolenviertel: http://www.hamburg.de/contentblob/4336282/1bbc8e882d24713f4bda9a08d7a8c206/data/winterhude-42-barmbek-nord-42-alsterdorf-42-planz-begr.pdf

Station Fuhlsbüttler Straße, mit Vorschlag Rübenkamp West | Karte hergestellt aus OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Databas License (ODbL) | Quelle Ausschnitt Pergolenviertel: http://www.hamburg.de/contentblob/4336282/1bbc8e882d24713f4bda9a08d7a8c206/data/winterhude-42-barmbek-nord-42-alsterdorf-42-planz-begr.pdf

 

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