Neuer Beitrag auf HochbahnBlog zur U5

Kurzmitteilung

 

Auf dem offiziellen Blog der Hochbahn gibt es einen neuen Artikel zum Thema Streckenführung der U5:

Wieso fährt die U5 Ost diesen Slalomkurs?

Zu diesem Artikel habe ich bereits einen Kommentar geschrieben – der nun auf die Freigabe wartet. Ich möchte ausdrücklich jeden dazu zu ermutigen ebenfalls seine Meinung zu sagen. (Man kann auch ein Pseudonym als Namen wählen, die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.)

Interessant wird der für nächste Woche angekündigte zweite Teil, der sich mit der Frage beschäftigt: „wie platzieren die Planer auf dieser Strecke denn jetzt die Haltestellen?“

Genau das ist die ganz große Frage.

Studie: Hartzloh ist eine Notlösung!

Die Hochbahn weigerte sich bis zuletzt, uns ihre Machbarkeitsuntersuchung – das ist die Grundlage für alle weiteren Planungen zur U-Bahn-Linie U5 – zukommen zu lassen. Erst müsse die Studie soweit bearbeitet werden, dass sie für den Normalbürger geeignet sei. Zum Glück gibt es das Transparenz-Gesetz in Hamburg. Am 4. Oktober war es endlich soweit, auf dem Transparenzportal Hamburg wurde die „Machbarkeitsuntersuchung U5 Ost – Akte_745.3410-036-3“ veröffentlicht! Jetzt endlich können wir die Entscheidungen der Hochbahn nachvollziehen. Oder?

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Auszüge aus der Machbarkeitsuntersuchung

Auszüge aus der Machbarkeitsuntersuchung U5 Ost

Anmerkungen können im Einzelfall Ironie enthalten. 
Fette Hervorhebungen in den Zitaten sind von mir.

Vorbemerkung

(…) Ziel dieser anschließenden Machbarkeitsuntersuchung ist das Aufzeigen der grundsätzlichen verkehrlichen, betrieblichen, technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit des neuen Streckenabschnitts Bramfeld-City Nord sowie die Beurteilung der jeweiligen Auswirkungen auf Umwelt und Anlieger.

Im Ergebnis zeigt diese Untersuchung für die Netzerweiterung Ost eine technisch machbare Lösung auf, die als Vorgabe für die weiteren Planungsphasen dient. Begleitend sollen mögliche Untervarianten und Modifikationen im Rahmen einer Beteiligung der ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger erarbeitet werden.

Ja, bitte! Gerne! Beteiligt uns! Wir haben Ideen! Und die Planungen „sind doch erst ganz am Anfang“, nicht wahr?

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Machbarkeitsuntersuchung U5 Ost ist veröffentlicht

Es ist endlich soweit: Im Transparenzportal Hamburg wurde die Machbarkeitsuntersuchung U5 Ost veröffentlicht (PDF, 13,9MB)

Ein erster, kurzer Blick zeigt: Die ursprünglich geplante Station Elligersweg wurde gewählt, um eine möglichst kurze Strecke von Steilshoop zum Rübenkamp zu realisieren. Da die komplette Station unter bestehenden Wohngebäuden geplant wurde, hat sich diese Variante als zu gefährlich und vor allem zu teuer herausgestellt – eigentlich offensichtlich.

Die Station Hartzloh ist eine daraufhin ausgesuchte Notlösung. Als größter Vorteil wird genannt, dass diese Station nicht unter Gebäuden liegend (also billigere, offene Bauweise) errichtet werden kann. Abschließend heißt es:

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Grundsätzliches zur U5 in Barmbek

Es ist höchste Zeit, ein vernünftiges, zukunftsfähiges Konzept für einen attraktiven ÖPNV in Hamburg zu entwickeln und umzusetzen. Ja!

Dabei müssen aber Anwohner und Umwelt besonders geschützt werden! Eine Planung vom grünen Tisch aus – über die Köpfe der Bürger hinweg – ist schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Die bisherige Planung zielt vor allem auf möglichst positive Zahlen für die Bewilligung von Bundesgeldern zur Finanzierung der U5 ab.

Die für diesen Bauabschnitt geplante Anbindung von Barmbek-Nord hat hier an der Fuhle bislang kaum jemand vermisst. Wer vom Hartzloh Richtung Innenstadt möchte, hat in 10 Jahren die Option, eine Station bis Rübenkamp zu fahren und dort in die S-Bahn umzusteigen. Und vielleicht in 20 Jahren auf dem Weg in die Innenstadt 3 Minuten zu sparen. Für die Zahlenspiele der Hochbahn mag das egal sein, aber für uns Anwohner im Hartzloh macht die hier geplante Station eine noch lebenswerte Ecke in Barmbek kaputt!

Wir fordern die Hochbahn daher auf, bei Ihrer Planung die Schutzgüter Mensch und Umwelt wieder zu berücksichtigen!

Außerdem fordern wir die Hochbahn auf, die vom Senat geforderte und von der Bezirksversammlung einstimmig beschlossene Form der Bürgerbeteiligung umzusetzen!

„Die Beteiligung der Öffentlichkeit soll dabei so rechtzeitig erfolgen, dass die sich aus ihr ergebenden Anregungen in den formalen Planungsprozess vor dessen offiziellem Start einfließen können.“

Aus Kreisen des Stadteilrates hörte man aber, dass die hier geplante Station intern schon längst beschlossene Sache sei! Ist das so?

Unsere Bürgerschaft zum Thema U5:

„Bereits mit Beginn der Machbarkeitsuntersuchungen … [gilt es,] alle betroffenen Gruppen zu identifizieren und in einen konstruktiven Beteiligungsprozess einzubeziehen. Dazu zählen … insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner …“

Wir warten nun schon fast ein Jahr auf den Beginn eines konstruktiven Beteiligungsprozesses sowie auf die versprochenen „frühzeitigen, transparenten, umfassenden und niedrigschwelligen Informationen“.

Wir sind bereit zum Dialog. Aber wir sind vor allem bereit unseren Stadtteil, unsere Kinder, und auch unser Eigentum zu schützen!

Wir hoffen sehr darauf, dass endlich ein sinnvoller Standort für die U-Bahn-Station gesucht wird, der das Wohl von Anwohnern und Umwelt höher ansetzt als Zahlen auf dem Papier.

Stattdessen werden ab dem 6. Oktober die Probebohrungen und Vermessungsarbeiten im Hartzloh beginnen. Wir haben die Hochbahn und die BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) als Auftraggeber der Hochbahn für den Bau der U5 aufgefordert, die Probebohrungen zu stoppen, bis alle Alternativen untersucht und im Dialog mit den Bürgern abschließend bewertet sind. Wie zu erwarten war, haben wir bisher keine Reaktion erhalten. Sind die beim Bürgerdialog gemachten Forderungen, die Vorschläge und der Widerstand der Anwohner gegen eine Station im Hartzloh der Hochbahn komplett egal oder einfach nur lästig?

 

Die Hochbahn setzt mit der Bürgerbeteiligung eine Senats-Richtlinie um. Das ist eine große Chance! Beteiligen Sie sich! Sagen Sie der Hochbahn Ihre Meinung!

Ihr Ansprechpartner bei der Hochbahn ist Herr Martin Boneß.
Telefon 040 / 32 88-55 41, E-Mail: martin.boness @ hochbahn.de