Studie: Hartzloh ist eine Notlösung!

Die Hochbahn weigerte sich bis zuletzt, uns ihre Machbarkeitsuntersuchung – das ist die Grundlage für alle weiteren Planungen zur U-Bahn-Linie U5 – zukommen zu lassen. Erst müsse die Studie soweit bearbeitet werden, dass sie für den Normalbürger geeignet sei. Zum Glück gibt es das Transparenz-Gesetz in Hamburg. Am 4. Oktober war es endlich soweit, auf dem Transparenzportal Hamburg wurde die „Machbarkeitsuntersuchung U5 Ost – Akte_745.3410-036-3“ veröffentlicht! Jetzt endlich können wir die Entscheidungen der Hochbahn nachvollziehen. Oder?

Wir waren schon auf dem „Bürgerdialog“ der Hochbahn erstaunt über die beiden – von der Hochbahn dort präsentierten, aber überhaupt nicht ausgearbeiteten – Alternativ-Standorte. In Bramfeld und Steilshoop sah das ganz anders aus! Und nun kennen wir den Grund dafür: Während in Bramfeld und Steilshoop jeweils mehre Alternativen untersucht wurden, war bis kurz vor Ende der Machbarkeitsuntersuchung geplant, in Barmbek-Nord eine Station im Elligersweg unter den Wohnhäusern – also unterirdisch – zu bauen. Als sich dann zeigte, dass die gesamte Planung (vor allem aus Kostengründen) auf den Bau mit nur einer Röhre und somit zwangsweise offener Bauweise der Stationen abzielte, war der Standort Elligersweg plötzlich nicht mehr möglich. Und keine Alternative untersucht! Kurz vor Abschluss der Untersuchung! Panik?!

Eine Ersatzlösung musste schnell her. Aber Barmbek ist dicht bebaut. Die U-Bahn-Strecke soll nicht zu lang werden (Ausschlusskriterium für 2 Stationen in Steilshoop: Dafür müsste die Strecke 570m länger gebaut werden!). Also mit dem Finger ganz langsam auf der Karte weiter nach Süden. Wo passt eine offene Baugrube von mindestens 120m x 20m hin? Ah, dort! Im Hartzloh! Perfekt – was nicht passt, wird passend gemacht! Hauptsache die Studie ist rechtzeitig fertig.

Lesen Sie hierzu auch:
Auszüge aus der Machbarkeitsuntersuchung

 

Die Hochbahn setzt mit der Bürgerbeteiligung eine Senats-Richtlinie um. Das ist eine große Chance! Beteiligen Sie sich! Sagen Sie der Hochbahn Ihre Meinung!

Ihr Ansprechpartner bei der Hochbahn ist Herr Martin Boneß.
Telefon 040 / 32 88-55 41, E-Mail: martin.boness @ hochbahn.de

Ein Gedanke zu „Studie: Hartzloh ist eine Notlösung!

  1. Hallo,
    eine sinnvolle Querverbindung wäre eine U5 vom Bahnhof Farmsen über Bramfeld, Steilhoop, Schmuckshöhe nach Ohlsdorf.
    Der Hartzloh ist denkbar ungeeignet, zumal es bereits eine Schnellbahn Anbindung gibt : Bahnhof S-Bahn Alte Wöhr bzw. S-Rübenkamp.

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